Station für Kinder und Jugendliche (EP
1)
Zielgruppe:
- Kinder und Jugendliche mit schwer behandelbaren Epilepsien
- Kinder und Jugendliche mit Erstmanifestation einer Epilepsie
zur Syndromdiagnostik
- Kinder und Jugendliche mit unklaren Anfällen zur differentialdiagnostischen
Abklärung
- Kinder und Jugendliche mit jeglicher Art von Entwicklungsstörungen
sowie körperlich und mental behinderte Kinder und Jugendliche
Ausstattung:
- 15 Betten in 3-4 Bettzimmern
- Möglichkeit der Unterbringung in Mutter-Kind-Zimmern
- drei Betten können als tagesstationäre Betten genutzt
werden
- großer Aufenthaltsraum sowie ein Schulzimmer für
den Unterricht der Kinder im Geistigbehindertenbereich auf der
Station
- Krankenhausschule bei längerem Aufenthalt
Beschreibung der Station:
Aufgenommen
werden Kinder und Jugendliche mit schwer therapierbaren Epilepsien
zur Abklärung des Epilepsie-Syndroms sowie zur Abgrenzung epileptischer
von nicht-epileptischen Symptomen. Dies schließt die Suche
nach den Krankheitsursachen ein; es erfolgt eine umfassende neuropädiatrische,
entwicklungsneurologische und neurometabolische Diagnostik, die
in einzelnen Fällen durch spezifische bildgebende Untersuchungen
(Sonographie, Computertomographie, Magnetresonanztomographie) ergänzt
wird. Die häufig auftretenden Begleitsymptome wie Schlafstörungen,
Kopfschmerzen, Aufmerksamkeitsdefizit und Impulskontrollstörung
(ADHS) werden in die Diagnostik und Therapie einbezogen, u.a. durch
Schlaflabor-Untersuchungen und standardisierte Verhaltensbeobachtung.
In
die Diagnostik, Pflege und Beratung sind neben den Kinderkrankenschwestern
und Kinderärzten eine Logopädin, eine Physiotherapeutin,
ein Neuropsychologe, eine Sozialarbeiterin, Sozialpädagogen
und eine Diätassistentin einbezogen. Bei längerem Krankenhausaufenthalt
werden die Kinder und Jugendlichen ihrem Entwicklungsstand entsprechend
beschult; eine Beratung zu den individuellen Möglichkeiten
der beruflichen Bildung wird den Jugendlichen angeboten. Probleme
der Krankheitsbewältigung und der Interaktion innerhalb der
Familie und/oder im sozialen Umfeld werden unter konsiliarischer
Mitbetreuung durch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
einbezogen.
Das
therapeutische Spektrum umfasst die optimierte medikamentöse
Behandlung, Anfallselbstkontrolle, Biofeedback-Verfahren, ketogene
Diät und Epilepsiechirurgie nach entsprechender prächirurgischer
Diagnostik. Zusätzlich werden Begleitsymptome in die Therapie
einbezogen. Angeboten werden Entspannungsübungen, Logopädie,
Psychotherapie, Gesprächstherapie sowie Kognitionstraining.
In regelmäßigen Teamsitzungen werden die diagnostischen
und therapeutischen Maßnahmen besprochen und abgestimmt; ebenso
finden regelmäßige Gespräche mit den Patienten und
ihren Familien statt.
Ansprechpartner:
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