Erwachsenenstation (EP 3)
Zielgruppe:
- Erwachsene mit schwer behandelbaren Epilepsien
- Erwachsene mit Erstmanifestation einer Epilepsie zur Syndromdiagnostik
- Erwachsene mit unklaren Anfällen zur Syndromdiagnostik
- Notfallbehandlung bei Status epilepticus
Ausstattung:
- 20 Betten in 2-4 Bettzimmern
- Aufenthalts- und Speiseraum
- zwei behindertengerechte Badezimmer auf der Station
- zwei Betten können als tagesstationäre Betten genutzt
werden
Beschreibung der Station:
Die
Erwachsenenstation ist eine Station mit 20 Betten für die Versorgung
epilepsiekranker Erwachsener. In einem multiprofessionellen Team
aus Fachkrankenschwestern und Pflegern, Neuropsychologen,
Verhaltenstherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialpädagogen,
Psychologen
und Epileptologen steht das gesamte diagnostische und konservativ
therapeutische Spektrum der Epileptologie zur Verfügung.
Die umfangreichen diagnostischen Möglichkeiten
reichen von der differenzierten klinischen Beobachtung (mit Video-Unterstützung)
über die elektrophysiologische Basisdiagnostik (Ruhe-EEG, Provokationsmaßnahmen)
bis zum mehrtägigen Video-EEG und der Polysonographie. Alle
relevanten bildgebenden Verfahren (MRT, SPECT, PET) und Laborleistungen
(z.B. Bestimmung des Serumspiegels) stehen zur Verfügung. Sie
ermöglichen u.a. die differenzierte Dokumentation und Zuordnung
von Anfällen, Etablierung einer Syndromdiagnose, Abgrenzung
von nicht-epileptischen Anfällen oder auch die Einordnung von
Medikamentennebenwirkungen.
Das
therapeutische Angebot umfasst nicht nur eine differenzierte Pharmakotherapie,
sondern schließt auch Verfahren wie Bio-Feedback,
Anfallsselbstkontrolle
oder die Behandlung mit einem Vagus-Nerv-Stimulator ein.
Eingebettet sind diese Verfahren in ein integratives Behandlungskonzept,
das ausgerichtet ist auf die Stärkung der Kompetenz der Betroffenen
und ihrer Angehörigen im Umgang mit der Epilepsie.
Diesem
Zweck dienen auch die stationären Patienteninformations- und
-gesprächsgruppen, in denen zusammen mit den Patienten zum
einen wichtige medizinische und sozialmedizinische Grundlagen der
Epilepsiebehandlung besprochen werden und zum anderen Gespräche
über den Umgang mit der eigenen Epilepsie, den damit verbundenen
Ängsten etc. stattfinden, welche die Patienten bei ihrer Krankheitsbewältigung
unterstützen.
Im Rahmen des akademischen Lehrauftrags der Humboldt-Universität
Berlin stellen die Ausbildung von Studenten in verschiedenen Studienabschnitten,
die Fort- und Weiterbildung von Ärzten sowie die wissenschaftliche
Evaluation neuer diagnostischer oder therapeutischer Verfahren (z.B.
Medikamentenstudien) einen weiteren wichtigen Schwerpunkt dar.
Ansprechpartner:
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