Diagnostik und Therapie
der Epilepsien


Die Epilepsien

Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. 5% aller Menschen haben einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall, ca. 0,7% sind an einer Epilepsie erkrankt, d.h. haben wiederholt und unprovoziert epileptische Anfälle. Das Spektrum der Epilepsien ist groß, es werden mehr als 30 verschiedene Formen unterschieden. So breit gestreut wie die Formen der Epilepsie sind auch die Ursachen dieser Erkrankung: Epilepsien mit unklarer Ursache und genetisch bedingte Epilepsien stehen neben spät im Leben durch Hirnverletzungen oder Entzündung erworbenen.

Es gibt Menschen, die mehrfachbehindert sind – mit Lähmungen und Denkstörungen – für die ihre Epilepsie oft gar nicht das Hauptproblem darstellt, und es gibt gesund wirkende Menschen mit Epilepsie, die hoch begabt sind, eine berufliche Tätigkeit in gesellschaftlich hoch angesehenen Berufen ausüben und deren Epilepsie oft gar nicht bekannt ist.

 

Diagnostik in der Epileptologie

Art und Intensität der Diagnostik hängen vom Stand der Erkrankung ab und von den Erfahrungen, die man aus dem Verlauf einer manifesten Epilepsie gemacht hat.

Es ist wichtig zwischen epileptischen Anfällen und Epilepsien als Krankheitssyndrom zu unterscheiden. Epileptische Anfälle sind paroxysmale Störungen des Bewusstseins, der Motorik, des Sensoriums, des Vegetativums und der Sprache. Sie sind klinische Symptome einer Epilepsie. Von Epilepsien spricht man, wenn zwei voneinander unabhängige epileptische Anfälle ohne Provokation aufgetreten sind. Provokationen können sein: Schlafentzug, Alkoholentzug, Fotostimulation. Auch biographische Aspekte können eine Rolle spielen, sind aber noch nicht gut untersucht. Bei einem einzelnen (ersten) Anfall muss die Ursache abgeklärt werden, um möglicherweise auch eine ursächliche Behandlung (bei Tumor, Entzündung oder Blutung) vornehmen zu können. Auch ist die Bedeutung von Auslösefaktoren zu ermitteln, und es muss versucht werden einzuordnen, ob es sich um einen einzelnen Gelegenheitsanfall oder den ersten Anfall im Verlauf einer Epilepsieentwicklung handelt. Die Erkennung von Auslösefaktoren und ihre Vermeidung kann die Entwicklung einer Epilepsie lindern.



Anamnese und Anfallsbeobachtung


EEG und Video-EEG


Bildgebende Untersuchungsverfahren


MRT


SPECT / PET


Therapie der Epilepsien


Epilepsie und Behinderung

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Letzte Aktualisierung:  22.06.2010